Pflege bei DEMENZ

Pflege- und Wohnformen bei Menschen mit Demenz

Nach dem Diagnostischen, Statistischen Manual (DSM-IV) gehört zum „Demenziellen Syndrom“ folgendes:

Leitsymptom ist eine Gedächtnisstörung, verbunden mit folgenden kognitiven Defiziten

  • Aphasie (Sprachstörung, Wortfindungsschwierigkeiten)
  • Apraxie (motorische Handlungen können nicht angemessen ausgeführt werden, ungeordnete Bewegungen)
  • Agnosie (Unvermögen, Gegenstände und anderes zu erkennen)
  • Intemporalität (Vergangenheit/Gegenwart nicht differenzierbar, erweitert: Verlorene Raum-Zeit-Orientierung)
  • Störung von Exekutivfunktionen (Unfähigkeit zum Planen, Abstrahieren oder eine Reihenfolge bestimmen).

Sekundärsymptome: Angst, Scham, Unsicherheit, aggressives Verhalten, Unruhe, Bewegungsdrang, aber auch Apathie.

Einige dieser Symptome sind auch z.B. bei einem Delir gegeben. Problem der Abgrenzung von anderen Befunden.

 

Grundhaltung bei der Pflege

Professionelle Pflege bei Demenz beruht auf einer Beziehung zwischen betreuten Menschen und Pflegenden, die geprägt wird durch sorgende Zuwendung, Empathie und Anteilnahme. Die Beziehung ermöglicht die Entfaltung verschütteter Ressourcen und wird bestimmt durch ein angemessenes Verhältnis von Nähe und Distanz.

 

Wohnformen für Menschen mit Demenz bei TERTIANUM

Zwei Wohnformen für Menschen mit Demenz bieten wir an: spezialisierte (nach innen und aussen geschlossene) Pflegewohngruppen und die integrierte Pflege und Betreuung auf gemischten Pflegewohngruppen von Menschen mit Demenz.

Spezialisierte Wohnformen sind gekennzeichnet durch:

  • theoriegestützte Umsetzung der Pflege und Betreuung zur Förderung und Erhaltung der (noch) vorhandenen Fähig- und Fertigkeiten und des Wohlbefindens
  • Einbezug der Lebensgeschichte in die Alltagsgestaltung, Erhalten von alten Gewohnheiten zur Vermittlung von Sicherheit und Personsein
  • Vermittlung von Normalität durch entsprechende Milieugestaltung
  • positive Personenarbeit bzw. personzentrierter Ansatz
  • Selbstbestimmung, die geachtet wird, aber auch Schutz und Sicherheit müssen gewährleistet sein
  • Dementia Care Mapping als Möglichkeit, das Wohlbefinden der Menschen mit Demenz zu dokumentieren
  • eine validative Haltung, die den Kranken nicht an unsere Welt anpassen will, sondern in seine Welt geht („in den Schuhen des anderen gehen“, wie N. Feil, die Begründerin dieser Methode, es genannt hat).
  • gezielte Sturzprävention, da Demenz alleine bereits ein Risikofaktor ist
  • einen direkten Gartenzugang mit grosser Bewegungsfreiheit
  • Einbezug der Angehörigen.

Pflege bei Demenz bieten diese TERTIANUM Residenzen an:

TERTIANUM AG
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Fax 043 544 15 00
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