Am Dienstag, 19. August 2008, hat im Swiss Re Centre for Global Dialogue in Rüschlikon der 4. TERTIANUM Dialog stattgefunden. Rund 200 Gäste verfolgten das Gespräch zwischen Hans-Rudolf Blöchlinger (CEO der TERTIANUM AG) und Alt Bundesrat Dr. h.c. Adolf Ogi, das unter dem Titel „Man muss Menschen mögen“ stand.
Nachdem Dr. Urs Oberholzer (Präsident des Verwaltungsrates der TERTIANUM AG) in seiner Begrüssung auf die erfolgreiche Entwicklung der TERTIANUM-Gruppe einging, eröffnete Hans-Rudolf Blöchlinger das Gespräch mit Adolf Ogi.
Im TERTIANUM Dialog 2008 äusserte sich der Alt Bundesrat zu Sport, Heimat und Familie, Politik und Diplomatie sowie Alter und Gesellschaft. Passend zum Jahresmotto 2008 „TERTIANUM – Generationen am Ball“ betonte er die Bedeutung des Sports und nahm dabei auch Bezug auf seine eigene Biographie: „Sport ist die beste Lebensschule. Kinder im Alter zwischen 5 und 15 Jahren sollten die Möglichkeit haben, Fehler zu machen. So lernen sie, wie der eigene Charakter in der Niederlage und im Erfolg reagiert. Im Sport lernen sie sich kennen und spüren sich selbst.“ Im Hinblick auf die Olympischen Spiele in China bedauerte er, dass der Sport als Plattform für eine Machtdemonstration missbraucht werde – „das ist Gigantismus pur“. Ogi plädierte dafür, stattdessen den olympischen Gedanken in den Vordergrund zu rücken und die Begegnungen zu fördern. Angesprochen auf sein Zitat „Man muss Menschen mögen“ brachte der Alt Bundesrat einen starken Optimismus zum Ausdruck: „Im Menschen gibt es mehr Positives, als Negatives; in diesem Glauben bin ich sehr, sehr selten enttäuscht worden.“ Dem Alter begegnet der 66-Jährige mit grosser Gelassenheit: „Alles muss im Kopf beginnen: Ich bin bereit, älter zu werden.“ Dabei ging er auch auf seine Heimat Kandersteg ein, wo er seinen Lebensabend verbringen möchte – „zurück zu meinen Wurzeln“.
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Der TERTIANUM Dialog beruht auf dem Leitbild der TERTIANUM-Gruppe, wonach Dialogbereitschaft und Offenheit an vorderster Stelle stehen. An dieser Veranstaltung wird das Gespräch gesucht mit Repräsentanten aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Kultur mit Blick auf die entstehende Altersgesellschaft, die erhebliche Veränderungen nach sich ziehen wird.
In einer der nächsten Ausgaben der TERTIANUM-Zeitschrift wird ein ausführliches Interview mit Dr. h.c. Adolf Ogi erscheinen. |