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Eine Lebensgeschichte aus der
   Tertianum Residenz Sphinxmatte

Ruhestand – für diese Seniorin im Tertianum noch in weiter Ferne?

Solothurn
18.02.2016

Pionierin, Wegbereiterin, Visionärin – Erika Liniger blickt auf ein reiches Lebenswerk zurück. Sie machte in einer Zeit Karriere, als von Frauenförderung in der Berufswelt noch wenig die Rede war. Während 27 Jahren setzte sie sich als Pro Infirmis Zentralsekretärin für die Anliegen von Menschen mit einer Behinderung ein. Heute engagiert sich die 80-Jährige als Fundraiserin für verschiedene kulturelle Organisationen.

«Eine Frau, die Karriere macht.» Was sich heute ganz normal anhört, war damals, als Erika Liniger Karriere machte, noch die grosse Ausnahme. Bereits als 24-Jährige wurde sie als erste Frau stellvertretende Direktorin der Frauenstrafanstalt Hindelbank. «Der damalige Direktor brauchte einige Zeit, um zu akzeptieren, dass neben ihm eine Frau mitverantwortlich war», erzählt sie. Trotzdem schaffte sie es, zahlreiche Reformen durchzusetzen. So war es unter anderem ihr Verdienst, dass die Frauen am Abend Radio hören durften. Zu ihren Aufgaben gehörte es auch, die straffällig gewordenen Frauen bei ihrer Entlassung bei der Stellen- und Wohnungssuche zu unterstützen.

Ein Leben für Benachteiligte

Sich für Menschen einzusetzen, die Hilfe benötigen, lernte Frau Liniger bereits als Kind. «Meine Eltern leiteten ein Pflegeheim für Betagte und Behinderte. Wir lebten direkt nebenan und assen an einem Tisch mit dem Pflegepersonal. So bekamen meine Geschwister und ich auch mit, was im Heim gerade los war», berichtet sie. Als Kind habe sie das stark beeindruckt. Die Arbeit der Eltern und ihr Einsatz für benachteiligte Menschen beeinflusste letztlich auch Erika Linigers beruflichen Werdegang. Sie absolvierte eine Ausbildung zur Sozialarbeiterin und sammelte fünf Jahre lang Praxiserfahrung bei Pro Infirmis Bern. «Einfach war das nicht», sagt sie. «Gerade erst Anfang 20 musste ich unter anderem bodenständigen Bauernfamilien erklären, weshalb für ihre behinderten Kinder eine Sonder- oder Tagesschule sinnvoll wäre.»

Doch Herausforderungen haben diese engagierte Frau nie abgeschreckt. So wurde sie nach ihrer dreijährigen Tätigkeit in der Frauenstrafanstalt zur Wegbereiterin für Pro Infirmis. Als 29-Jährige wurde sie zur Zentralsekretärin der grössten Organisation für private Behindertenhilfe ernannt und behielt den Posten bis zu ihrer Pensionierung inne. In den 27 Jahren baute sie unter anderem Pro Infirmis Geschäftsstellen und das Betreuungsnetz aus, etablierte neue Bildungsklubs sowie einen Entlastungsdienst für Familien. Vor allem aber sicherte sie durch klare Leistungsaufträge von Bund, Kantonen und IV die Finanzierung der Organisation Pro Infirmis.

Selbstständig, unabhängig und sicher Wohnen im Alter

Das Thema Fundraising hat Erika Liniger bis heute nicht losgelassen: «Nach der Pensionierung absolvierte ich eine Ausbildung zur Fundraiserin. Seit rund zwei Jahrzenten engagiere ich mich nun für verschiedene kulturelle Organisationen», berichtet die heute 80-Jährige. Für ihre Tätigkeit ist Frau Liniger viel unterwegs. «Wenn ich nicht gerade Stiftungen und Sponsoren besuche, bin ich natürlich auch gern bei den Konzerten und Anlässen 'meiner' Organisationen dabei», erzählt sie. Ihr Lebens- und Arbeitsmittelpunkt ist seit beinahe drei Jahren die Tertianum Residenz Sphinxmatte in Solothurn. «Hier kann ich auch im Alter selbstständig und unabhängig wohnen, bin aber auch bestens aufgehoben, falls ich einmal nicht mehr so fit bin», sagt die tüchtige Seniorin.

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