Tertianum
    Wohnen im Alter

Weshalb Wohlbefinden durch den Magen geht

Zürich
18.01.2017

Die Küche geniesst in den Tertianum-Häusern einen grossen Stellenwert. Schmackhafte und saisonale Menus sind für das Wohlbefinden der Gäste wichtig. Die Seniorinnen und Senioren werden bei der Planung der Speisekarte aktiv miteinbezogen und können während den Koch- und Backstunden selbst Hand anlegen.

Tertianum steht für eine gesunde, ausgewogene und altersgerechte Küche. Gleichzeitig werden auch individuelle kulinarische Wünsche der Gäste erfüllt. «Unser Küchenteam schätzt den direkten Kontakt zu den Senioren. Sie sind sich bewusst, dass ihre Mahlzeiten einen grossen Anteil am Wohlbefinden der Gäste haben», erzählt Prisca Pschorn, die Leiterin Hauswirtschaft und Aktivierung in den Wohn- und Pflegezentren Feldegg und Steinegg. Zusätzlich legen die Tertianum-Häuser grossen Wert auf Hygiene und einen schonenden Umgang mit Ressourcen.

Selber kochen und backen macht am meisten Spass

«Für unsere Gäste ist es wichtig, dass sie das Küchenteam kennen», erklärt Saara Hafner von den Tertianum Wohn- und Pflegezentren Waldhof und Rägeboge. Einige Senioren wüssten sogar, welcher Koch gerade gekocht habe.

Die Gäste werden in die wöchentliche Menu-Planung aktiv einbezogen. Zusätzlich können die Seniorinnen und Senioren selbst kochen und backen. Süsse Rezepte sind dabei besonders beliebt. Die Kochstunden sind jeweils gut besucht. «Wir haben es immer sehr lustig», erzählt Prisca Pschorn. Die Küchenarbeit bereitet den Gästen Freude und ermöglicht ihnen ein Erfolgserlebnis. Auch wenn nicht alle Arbeiten so gut funktionieren wie früher, kann ein schönes und feines Resultat entstehen. Das Selbstwertgefühl wird gesteigert. Regelmässiges Kochen und Backen erfüllt aber auch therapeutische Ziele. Das Gedächtnis wird trainiert, die Feinmotorik geschult und gleichzeitig wird ein Sinneserlebnis geboten. Das gemeinsame Arbeiten steht immer im Vordergrund. Die Gäste unterstützen sich gegenseitig. Die Gemeinschaft wird im Tertianum gelebt.

Wichtiges Angebot für Menschen mit Demenz

«Demente Gäste nehmen das Küchenteam nur selten wahr. Wichtiger ist, dass das Essen schmeckt», weiss Saara Hafner. Kochen und backen als Aktivierungsangebot ist aber auch für Menschen mit Demenz wichtig. Dieses Angebot wird laufend angepasst und muss besonders gut geplant werden. Demente Gäste haben einen erhöhten Bewegungsdrang, worauf auch während der Kochstunde geachtet werden muss. Zunehmende Koordinationsschwierigkeiten und Ruhelosigkeit sind bei vielen Seniorinnen und Senioren festzustellen. Wichtig für die Planung ist, dass Lärm, Hektik und Stress vermieden werden. Eine Kochstunde muss überschaubar sein. Zu viel Unbekanntes kann demente Gäste verwirren. Das Kochen ist für viele Seniorinnen und Senioren eine vertraute Beschäftigung. Es fördert die Kreativität und ist wichtig für das Selbstwertgefühl.

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