Tertianum
   Gesundheit im Alter

Palliative Pflege – individuelle Begleitung bis ans Lebensende

Berlingen
05.10.2016

Palliative Pflege umfasst die Beratung, die Begleitung und die Betreuung schwerkranker Menschen in ihrer letzten Lebensphase. Das Wohn- und Pflegezentrum Neutal in Berlingen ist darauf spezialisiert und trägt seit 2013 ein entsprechendes Zertifikat. «Im Zentrum unserer Arbeit steht immer der Gast. Dabei berücksichtigen wir stets seine individuelle Situation – psychisch, physisch, sozial und spirituell», so Anselm Töngi, Geschäftsführer des Hauses am Bodensee. Es gilt, den pflegebedürftigen Senioren ihre letzte Lebensphase so angenehm wie möglich zu gestalten.

«Wir möchten die Lebensqualität unserer Pflegebedürftigen bis in den Tod erhalten, oder gar verbessern», sagt Anselm Töngi, Geschäftsführer des Wohn- und Pflegezentrum Neutal über seine Arbeit im Pflegeheim. Um dies zu erreichen, setzt er mit seinem Team vielfältige Methoden, Verfahren und Massnahmen um. Dabei ist wichtig, dass alle Mitarbeitenden gut geschult und auch mental für ihre Arbeit gerüstet sind. Jeder einzelne ältere Mensch soll nach seinen Bedürfnissen und Wünschen betreut werden. So lange wie möglich, werden die Pflegebedürftigen ins soziale Leben im Neutal integriert.

Das Pflege-Team sorgt dafür, dass sie an keinen störenden Symptomen leiden und ein höchstes Mass an Wohlbefinden erleben – bis ans Lebensende. Anselm Töngi setzt sich auch über die Arbeit hinaus für das Thema Palliative Pflege ein: «Vor rund einem Jahr haben wir das Forum «Palliative Pflege Untersee» gegründet. Wir wollen damit ein Netzwerk schaffen, um betroffene Mitmenschen noch besser betreuen zu können.» Dabei unterstützen ihn zwanzig Mitglieder aus den Bereichen Pflege, Medizin, Seelsorge, Sozialarbeit und die Gemeinden.

Enge Zusammenarbeit mit Angehörigen und Spezialisten

Naht der Tod eines Gastes, rückt das Pflegeteam seine Bedürfnisse noch stärker ins Zentrum. Begleiterscheinungen wie Schmerz, Übelkeit, Atemnot oder Traurigkeit, sollen, wenn immer möglich, gemindert werden. Das Team kümmert sich aber nicht nur um den Patienten, sondern auch um seine Angehörigen. Oft liefern genau diese Menschen wichtige Informationen zu den Wünschen und Vorstellungen des Betroffenen für die letzte Lebensphase. «Angehörige sind oft dankbar für die Begleitung beim Abschiednehmen und Trauern. Der letzte Wille spielt eine tragende Rolle», so Anselm Töngi. Dabei stehen dem Team in Berlingen jederzeit ein Seelsorger und ein Arzt zur Seite. «Wir möchten das Wohlbefinden des Gastes auch während dem Sterben erhalten. Manchmal brauchen wir dabei auch Unterstützung von aussen.»

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