Tertianum
     Wohnen im Alter

Wo Menschen mit Demenz ein Zuhause finden

Stadel
24.02.2017

Die Raumgestaltung in einem Wohn- und Pflegezentrum ist sehr wichtig für das Wohlbefinden der Seniorinnen und Senioren. Besondere Anforderungen an den Wohnraum haben demente Menschen. Mit gezielten Massnahmen geht Tertianum auf deren Bedürfnisse ein.

Die Gestaltung des Wohnraums spielt für die Seniorinnen und Senioren eine wichtige Rolle. «Unsere Gäste sollen sich bei uns zu Hause fühlen», lautet die Maxime im Wohn- und Pflegezentrum Zur Heimat in Stadel. Demente Menschen sind schnell überfordert. Deshalb muss die Umgebung übersichtlich gestaltet werden. Ein Zimmer wird zusätzlich wohnlich, wenn Gegenstände, Möbel oder Bilder aus dem früheren Zuhause mitgenommen werden können. Auf diese Weise werden Erinnerungen wachgehalten.

Massnahmen für ein angenehmes Wohnen im Alter

Der Wohnraum ist so gestaltet, dass alle Räume auf einer Ebene liegen. Es gibt keine Stufen, welche eine Unfallgefahr darstellen. Demente Menschen haben häufig einen starken Bewegungsdrang. Können Sie diesen ausleben, sind sie entspannter und zugänglicher. Aus diesem Grund müssen ihnen Möglichkeiten geboten werden, sich in einem geschützten Umfeld zu bewegen. Schleifenförmige Gänge ohne Sackgasse ermöglichen es das Bedürfnis nach Bewegung zu erfüllen. Im Wohn- und Pflegezentrum Zur Heimat gibt es auf jeder Etage einen geschützten begehbaren Garten. So fühlen sich die Gäste nicht eingesperrt und können das Wetter spüren. Neben solchen grösseren baulichen Massnahmen wird in einem Wohnraum für demente Menschen darauf geachtet, dass es kaum Kanten und Vorsprünge gibt. Fenster sind zur Sicherheit der Gäste zusätzlich gesichert. Durch die hellen Zimmer entsteht eine angenehme Atmosphäre. Bei der baulichen Planung wurde speziell auch auf eine optimale Ausleuchtung geachtet.  

Der Alltag der Seniorinnen und Senioren wird durch optische Hilfsmittel einfacher gestaltet. So befinden sich an den Türen der Pflegezimmer beispielsweise keine Namen, sondern die Fotos der Gäste. In der Pflege wird grosser Wert auf eine wertschätzende Kommunikation gelegt. Die Gäste sollen merken, dass sie ihre Krankheit akzeptieren dürfen. In Einzel- und Gruppenangeboten zusammen mit nicht dementen Gästen profitieren Demenzerkrankte vom Austausch und der Aktivierung.

Der Wohnraum für demente Menschen unterscheidet sich in grundlegenden Punkten von jenem in einem Wohn- und Pflegezentrum für nicht Demenzerkrankte. Demenzabteilungen sind geschützt und können nur von befugten Personen betreten werden. Zu diesen Personen gehören auch Angehörige, die ihre Liebsten jederzeit besuchen können. Für die Betreuung von dementen Personen gilt ein höherer Personalschlüssel. Somit stehen mehr Pflegende für die Betreuung zur Verfügung und es kann auf die individuellen Bedürfnisse der Gäste optimal eingegangen werden.

Ähnliche Beiträge

Tertianum Wohn- und Pflegezentrum Papillon, Psycho-geriatrische und Demenz Pflege für Senioren - Angehörigen Betreuung

Wie kann man mit der Demenz des Partners umgehen?

Den eigenen Partner in eine geschützte Einrichtung zu geben, ist keine leichte Entscheidung. Häufig wird sie jedoch zu spät getroffen. Zum einen, weil man als Angehörige die Krankheit nicht akzeptieren will. Aber auch, weil geschützte Einrichtung gesellschaftlich stigmatisiert sind. Annemarie Meierhans* erzählt im Interview, wie sie mit der Demenz ihres Mannes umgeht und weshalb sie lernen musste, die Krankheit zu akzeptieren.

Tertianum Wohn- und Pflegezentrum Rosenau, Angehörigenarbeit - Bewegungseinschränkung und Demenzpflege.

Demenzpflege: Das Dilemma zwischen Sicherheit und Autonomie

Bewegungsbeschränkung ist ein Thema, das Pflegende in bestimmten Situationen immer wieder beschäftigt. Wann sind bewegungsbeschränkende Massnahmen angebracht? Die Antwort auf diese Frage ist niemals leicht und will gut durchdacht sein. Wichtige Faktoren sind das Verhalten, die Biographie und die Angehörigen der Gäste.

Tertianum Wohn- und Pflegezentrum Salmenpark, Selbstständig leben trotz Alterungsprozess

Wenn die Sehkraft im Alter abnimmt

Längst ist bekannt, dass die Sehkraft mit zunehmendem Alter schwindet. Das führt zu einer geringeren Lebensqualität. Gerade bei Seniorinnen und Senioren in einem Alterszentrum besteht das Risiko, dass sie sich in einem solchen Fall zurückziehen. Tertianum kennt die Problematik und setzt sich aktiv auch für das Wohlergehen sehbehinderter Menschen ein.